Liebe Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, liebe Gäste.
Der Vorstand des Eifelvereins Ortsgruppe Vossenack und seine Wanderführer
heißen Sie auf unserer Internetseite herzlich willkommen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und bieten Ihnen ein breites Wanderprogramm.
Kommen Sie zu uns.
Bewegung an frischer Luft im Kreise netter Menschen ist das beste Fitnessprogramm für Körper und Seele.
Trainieren Sie Ihre Muskeln, regen Sie Ihren Kreislauf an und tanken Sie reichlich Sauerstoff.
Genießen Sie dabei die Schönheiten unserer Landschaften, die Begegnung mit der Natur und den Kontakt zu Gleichgesinnten.
Sie brauchen dazu keine langen Vorbereitungen.
Unsere Wanderführer haben die Routen bereits ausgearbeitet.
Eifelverein Ortsgruppe Vossenack


Wandern mit dem Eifelverein OG Vossenack

Info Februar 2025
Schaumeiler am Historischen Wanderweg im Kalltal renoviert
Obwohl in den vergangenen Jahren immer wieder kleinere Reparaturen an dem Schaumeiler durchgeführt worden waren, wurde nun eine grundlegende Renovierung notwendig.
Obwohl in den vergangenen Jahren immer wieder kleinere Reparaturen an dem Schaumeiler durchgeführt worden waren, wurde nun eine grundlegende Renovierung notwendig. Der Historische Wanderweg ist immerhin einer der meistbegangenen Wege der Region. Also wurde abermals Hand angelegt – dank der Aktiven unserer Ortsgruppe, die mit handwerklichem Sachverstand die Arbeiten fachgerecht erledigten, und dank der Unterstützung des Regionalforstamtes Rureifel-Jülicher Börde mit Sitz in Hürtgenwald.
Zunächst war es notwendig, die für den Handlauf und die Absperrung notwendigen Fichten zu fällen, zu schälen und auf das geforderte Maß abzulängen. Erneuert wurde neben dem Handlauf entlang der Treppe, die zum Meilerplatz führte auch die Treppe selbst, die Absperrung rund um den Meiler und nicht zuletzt die Gesätze am aufgeschnittenen Meiler sowie die Meilerabdeckung. Der Schaumeiler besteht aus 1-Meter-Buchenscheide mit zwei Gesätzen, also zwei übereinanderstehenden Lagen. Er hat einen Ausschnitt wie bei einem angeschnittenen Kuchen, um so den inneren Aufbau erkennen zu können. Eine Tafel informiert über den technisch-physikalischen Vorgang.
Zahlreiche Arbeitsstunden waren dafür notwendig. Auch die Sitzgruppe am Meilerplatz wurde erneuert, so dass der Wanderer dort seine wohlverdiente Rast einrichten kann.
Wandern und erkennen, was rechts und links des Weges war und ist. Das war das Motto der Ortsgruppe, als der Vorstand 1992 beschloss, die Industriegeschichte des Kalltals zu recherchieren, aufzuarbeiten und in Form eines Wanderweges zu dokumentieren. Basis dieser Industriegeschichte ist die Eisenverhüttung mit ihren Standorten Simonskall und Zweifallshammer. Der Name Hoesch steht weltweit für Eisen, Hütten- und Walzwerke, für Hochöfen und den Maschinenbau. Wer weiß schon, dass die Wurzeln der Hoesch-Industrie-Dynastie im Tal der Vicht und der Kall liegen. Mehr als 250 Jahren war das Kalltal ein für die damalige Zeit eindrucksvolles, bemerkenswertes Industriegebiet. Diese Geschichte im Bewusstsein der Besucher und Bevölkerung zu halten, war der erklärte Wille der Ortsgruppe. Die feierliche Eröffnung des Wanderweges, fand am 25. April 1993 im Beisein von Ehrengästen, der Ortsvereinen und über 300 Geschichts- und Naturfreunden statt, unter anderem dem damaligen Hauptvorsitzenden des Eifelvereins, Dr. Hans Klein.
Das Kalltal bot alles: Erz aus Stollen, das Wasser und die Holzkohle, die zur Verhüttung des Erzes notwendig war. Das Gewerbe der Köhler erlebte hier seine Blüte und bot den Menschen in der armen Eifelregion Arbeit und Brot. Aufgabe der Köhler war es, die für die Verhüttung notwendige Holzkohle bereitzustellen. Waren die Hüttenleute fest angestellte Arbeiter, so verdienten sich die Bergleute und Köhler ein Zubrot besonders in den Zeiten, in denen die Äcker im Winter brachlagen. Im Huschelbachtal boten sich drei neben- und übereinander liegende Meilerplätze an, den Wanderweg durch einen Schaumeiler zu ergänzen.
Start- und Endpunkt des Rundweges, der heute die Nummer 36 trägt, ist Simonskall mit seinen historischen Gebäuden. Am 3. Juli 1608 wurde der Grundstein für den Ort gelegt. Dies belegt eine Urkunde des Herzogs von Jülich, die den Schweizer Gebrüder Bartholomäus und Tobias Schobinger den Bau einer Glashütte und Seifensiederei im Gebiet „op der callen“ genehmigte. Der Ortsname „Simonskall“ geht auf den Hüttenmeister Simon Kremer zurück. Der Kremer-Hof, die sogenannte Burg, entstand 1643. Das Unternehmen der Schobingers hatte nur zehn Jahre Bestand. 1618 übernahm jener Simon Kremer das Gelände und wandelte die Fabrik in eine Eisenhütte um, die bis 1816 existierte. 1741 wurde die Hütte an die Fabrikantenfamilie Hoesch verkauft, die bereits die Hütte im benachbarten Zweifallshammer betrieb. 1816 galt die Hüttentechnologie als veraltet, Zweifallshammer war für die damalige Zeit der modernere Betrieb, so wurde Simonskall geschlossen. Das Gelände von Zweifallshammer ist auch heute noch im Besitz der Familie Hoesch.
Die zahlreichen Wanderer, die den Weg beschreiten und ihr Interesse für die Verbindung von Natur und Tradition, von Landschaft und Geschichte zeigen, lohnen alle Bemühungen und die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer der Ortsgruppe, die bis heute den Weg pflegen. Dies ermutigte den Vorstand, bereits ein Jahr nach der Eröffnung einen Zuweg mit Ausgangspunkt auf dem Baptist-Palm-Platz an der Vossenacker Kirche einzurichten, der vorbei an einer „Lambachpumpe“ aus dem alten Wasserwerk im Kalltal die Wanderer dem Historischen Wanderweg zuführt.
Der Wasserversorgungszweckverband Perlenbach aus Monschau schenkte der Ortsgruppe diese Originalpumpe, die mit drei weiteren Pumpen von 1905 bis 1936 Vossenack und bis 1971 Teile von Schmidt mit Trinkwasser versorgte. Die Lambachpumpen benötigten weder Dampf, noch Kraftstoff, noch Elektrizität. Ihr einziger Antrieb war das Gefälle des Kallwassers. Mit dieser beeindruckenden Technik pumpten sie das Trinkwasser aus den Tiefenbrunnen des Kalltales über 200 Meter nach Schmidt und Vossenack.
In den Folgejahren wurde ein „geologischer Sattel“ am Fuße der Teufelsley für den Wanderer erschlossen. Dieses markante Objekt wurde unter Gestrüpp und Waldbewuchs von einem aufmerksamen Wanderer entdeckt, der die Ortsgruppe darauf aufmerksam machte. Der Vereinsvorstand schaltete den damaligen Leiter des Geologischen Instituts der RWTH Aachen, Prof. Dr. Werner Kasig ein, der die Besonderheit des Felsens bestätigte. Wieder wurden die Ärmel hochgekrempelt und in vielen Arbeitsstunden diese spektakuläre Naturdenkmal, das eine Erd-Zeitgeschichte von über 300 Millionen Jahre dokumentiert, freigelegt und am 8. Mai 2001 vorgestellt.
Der Historische Wanderweg hat sich im Laufe der Jahre zu einem wandertouristischen Highlight entwickelt und ist neben dem 4-Täler-Weg, der ebenfalls von Ortsgruppe eingerichtet und betreut wird, der meistbegangene Wanderweg in unserem Bereich. Damit unterstützt die Ortsgruppe auch die touristischen Aktivitäten, das Kalltal für Gäste attraktiv zu machen.
Peter Gasper
Umleitung 4-Täler-Weg
Durch das Hochwasser am 14.-15. Juli 2021 wurde die Holzbrücke über die Kall, die zwischen der Panoramastrasse und der Mestrenger Mühle liegt und über die auch unser 4-Täler-Weg führt, zerstört. Der 4-Täler-Weg wird jetzt über den Anfahrtsweg zur Mestrenger Mühle umgeleitet, wir bitten um Beachtung der Beschilderung.

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EifelPfadFinder
Der Eifelverein präsentiert in Kooperation mit Outdooractive.com den EifelPfadFinder,
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Erläuterung zur Tourenplanung bei Qutdooraktiv s. YouTube Film;
ist beim EifelPfadFinder analog

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